Jugendbeauftragte in den Städten und Gemeinden
Kinder und Jugendliche sind Teil jeder Stadt und Gemeinde. Es ist wichtig, dass sie sich wohlfühlen in ihrer Heimatkommune. Dazu benötigen sie ein bedarfsgerechtes Angebot und Räume zur Entfaltung. Junge Menschen sind Expertinnen ihres eigenen Alltags und wissen, was sie brauchen. Sie haben einen unverstellten Blick und neue Ideen für ihre Lebensumwelt. Sie aktiv zu sehen am Gemeindeleben zu beteiligen gehört zur Lebensrealität fortschrittlicher Kommunen.
Damit die Bedarfe junger Menschen Gehör finden, haben Kommunen die Möglichkeit eine Jugendbeauftragte oder einen Jugendbeauftragten zu benennen. Jugendbeauftragte geben der Jugendarbeit ein Gesicht. Ihre Benennung sorgt dafür, dass Kinder, Jugendliche und Familien ihre Kommune als "ansprechbar" begreifen. Sie setzen sich auf politischer Ebene für die Belange junger Menschen in ihrer Heimatkommune ein.
Informationen für Jugendbeauftragte & Kommunen
Aufgaben der Jugendbeauftragten
- sind Sie beständiger Kontakt zwischen Gemeinde, Kindern und Jugendlichen und Vertreter*innen der Kinder- und Jugendarbeit.
- koordinieren die Zusammenarbeit vor Ort (z.B. im Ferienprogramm).
- sind Ansprechpartner für Kinder & Jugendliche.
- informieren Jugendliche über Entscheidungen des Gemeinderats und sorgen für Transparenz.
- entwickeln und unterstützen Sie die Infrastruktur für ein bedarfsgerechtes Angebot für Kinder & Jugendliche.
- setzen Sie sich für Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen ein.
Schnittstelle kommunale Jugendarbeit
Für die kommunale Jugendarbeit sind Jugendbeauftragte ein wichtiger Ansprechpartner. Sie sind das Sprachrohr aus den Gemeinden heraus und bringen Impulse der Jugendarbeit in die Gemeinden hinein. Sie sind ein unverzichtbarer Kontakt und Schnittstelle zwischen Kommune, Verwaltung und Landkreis. Jugendbeauftragte setzen Projekte vor Ort um, fragen Bedarfe ab, stoßen Projekte und Beteiligung an. Durch Jugendbeauftragte kann die kommunale Jugendarbeit ihrem Auftrag gerecht werden, bedarfsorientiert den Ausbau der Jugendarbeit im Landkreis voranzutreiben.
Jede Stadt und Gemeinde ist unterschiedlich in Sachen Infrastruktur, Demografie und Ausstattung. Jugendbeauftragte helfen dabei, Bedarfe zu erfassen und Ressourcen zu bündeln. Die Ergebnisse aus Umfragen oder Beteiligungsformaten gehen in die Jugendhilfeplanung ein. Das Netzwerk Kommunale Jugendarbeit Nürnberger Land fördert den Austausch zwischen den Jugendbeauftragten im Nürnberger Land. Die kommunale Jugendarbeit fungiert als Impulsgeber und leistet Hilfestellung bei allen Fragen und Anliegen rund um die Arbeit mit Jugendlichen im Rahmen ihrer Aufgaben nach §§11-14 SGB VIII. Ob Ferienprogramm oder Jugendparlament - im gemeinsamen Austausch werden Projekte nachhaltig und realisierbar.
Qualifizierung & Netzwerk
Zur Unterstützung der Jugendbeauftragten in den Städten und Gemeinden gibt es, neben der kommunalen Jugendarbeit Nürnberger Land als zentralen Ansprechpartner, auch weitere Fachstellen in Bayern. Zur Gestaltung einer bedarfsgerechten kommunalen Jugendpolitik in den Städten und Gemeinden unseres Landkreises, sind Engagement und Wissen über das Arbeitsfeld notwendig. Grundlegende Informationen über die Arbeit in Kommunen, Handlungstipps/Best Practise, Fachliteratur, und Fortbildungsmöglichkeiten haben wir unten stehend verlinkt. Auf Wunsch kommen wir gerne in Ihre Kommune zu einem Gespräch. Über unsere wiederkehrenden Projekte, insbesondere in der jugendpolitischen Bildungsarbeit (U-18 Wahl, Voto, #fragdochselbst!) und Beteiligungsformate im Landkreis (Jugendzukunftswerkstätten) halten wir alle Jugendbeauftragten im Landkreis auf dem Laufenden. Über die Projekte und Formate des KJR Nürnberger Land informiert der Newsletter.
- Hier geht es zu den E-learning Modulen für Jugendbeauftragte (BJR extern).
In Kontakt bleiben (ab September 2026)
- Wir haben eine online Abfrage gestartet, welche Kontaktmöglichkeiten ihr nutzt. Der QR Code ist Euch mit dem "Willkommen Paket" zugagengen.
- Newsletter
- Beratung (wir kommen gerne zu Euch!) bei Euren Themen und Vorhaben
Beteiligung junger Menschen
Partizipation bedeutet junge Menschen an Entscheidungen, die sie direkt betreffen, zu beteiligen. Wo könnte das besser gelingen als in der Heimatkommune? Kinder und Jugendliche wollen mitreden, sie haben eine Meinung und realistische Ideen zur Gestaltung ihrer unmittelbaren Lebensumwelt. Ihnen zuzuhören und sie ernst zu nehmen schafft nachhaltig Vertrauen. Es fördert Gemeinsamkeit und Verständnis für Politik und Verwaltung. Projekte in der Stadt- und Gemeindeentwicklung, bei denen Kinder und Jugendliche aktiv mitwirken dürfen, schaffen Zukunftsperspektiven und tragen zu einer positiven Grundstimmung bei. Die Jugendbeauftragten nehmen die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen erst und finden das richtige Format für ihre Kommune. Es gibt eine Vielfalt an Beteiligungsformen, welche davon passend sind, ist abhängig von den individuellen Voraussetzungen der Kommune. Beispiele für Beteiligungsformate sind:
- Jugendparlament / Jugendrat
- Kinder- und Jugendbüros
- Bürgermeistersprechstunde / runde Tische
- Fragebögen und/oder Stadt- bzw. Gemeindebegehungen
- Beteiligungsformate und Jugendzukunftswerkstätten
Fortschrittliche Kommunen beziehen die Anliegen, Wünsche und Sorgen junger Menschen in ihre Überlegungen ein. Sie treffen transparente Entscheidungen und eröffnen Zukunftsperspektiven. Ansprechpartner für eine aktive Jugendbeteiligung in den Kommunen ist die/der Jugendbeauftragte vor Ort. Die kommunale Jugendarbeit im Landkreis steht unterstützend und beratend zur Seite. Wir haben eigene Beteiligungsformate entwickelt, die Jugendzukunftswerkstätten, die wir in Zusammenarbeit mit der/dem Jugendbeauftragten und der Gemeinde durchführen.
Material für Jugendbeauftragte und Kommunen zum Download
Melanie Voigt
Pädagogische Mitarbeiterin
- stellv. Geschäftsführung
- Kommunale Jugendarbeit
- Jugendpolitische Bildung
- erzieherischer Jugendschutz
Telefon: +49(9123)950-6494
E-Mail: m.voigt@nuernberger-land.de
