Fair Fact Juli-August-September

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Der Fair Fact Juli/August/September 2021

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Fair Play ... das große Geschäft mit dem Ball 

Man braucht ihn...den Ball. Ob zur EM, der WM, für den Bolzplatz, den Garten, die Wiese hinterm Haus oder im heimischen Sportverein. Der Ball gehört zu vielen Sportarten. Ordentlich gefertigt soll er sein, robust und in coolem Design. Die Auswahl an Anbietern auf dem Markt ist groß. Aber kann man bedenkenlos jeden Ball kaufen? Spätestens seit der WM 2006 sind Ballliebhaber*innen auf der ganzen Welt aufgewacht - Fußballfertigung ist Schwerstarbeit und Kinderarbeit. Zu miserablen Bedingungen in ausbeuterischen Verhältnissen haben Menschen, hauptsächlich in Pakistan (Sialkot), Fußbälle zu Tausenden gefertigt. Das Image der Markenhersteller Adidas, Nike und Puma war schwer angekratzt. And now what?   

  

 

 

 

 

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Auf dem Weg zu einem gerechteren Weltsport...

Okay...gerechter Weltsport ist ein hohes Ziel. Aber irgendwo muss man anfangen. Zum Beispiel mit dem Kauf fair gehandelter Bälle, wie Fußbälle oder Handbälle. Für den Garten, den Bolzplatz, den Fußballverein.

Also: Play Fair - Buy Fair! Es gibt so viele gute Gründe einen Fußball aus Fairer Produktion zu kaufen und ausbeuterischen Konzernen in der Branche die rote Karte zu zeigen! 

Sialkot Pakistan

over and over again

Sialkot (Pakistan) ist die Hauptstadt der Fußbälle. 2010 wurde geschätzt, dass gut 60 Millionen Fußbälle im Jahr in Sialkot gefertigt werden. Unter miserablen Bedingungen. Ein Arbeiter erhält pro Ball knapp 60 Cent. Für harte körperliche Arbeit. Die Kinderarbeit in Sialkot erregte Ende der 1990ger viel Aufsehen. Sie wurde aus der Sportindustrie verbannt. Zu schlecht war die negative Publicity. Aber von Lösungen kann nicht gesprochen werden, denn die Kinder arbeiten jetzt in Fabriken die noch nicht im öffentlichen Fokus stehen, in Ziegeleien oder der Metallverarbeitung. Die Ballproduktion wurde ausgeweitet nach China und Thailand - dort ist die Fertigung noch billiger...

Filmarbeit zum Thema: "Balljungs" gedreht 1999 in Pakistan: Shortversion hier auf Youtube, und für mehr tolle Filme mit Weitblick und Hintergrund kannst Du bei EZEF recherchieren. Hier kommst Du hin.

By the way: mit einem starken Lieferkettengesetz könnten ausbeuterische Arbeitsverhältnisse in Entwicklungsländern verhindert werden. Initiative Lieferkettengesetz, jetzt!

Bad Boyz Die Ballfabrik

Hier rollt der Ball FAIR

Ja, es gibt sie. Unternehmen, die ausschließlich faire Bälle produzieren. Eines davon ist das in Nürnberg ansässige Unternehmen BadBoyz. Dort kannst Du fair gehandelte Fußbälle, Handbälle und Volleybälle kaufen. Bitte weitersagen: an Deinen Sportverein, Deine Schule, Deinen Jugendverband. Hier geht's zu BadBoyz

Bad Boyz Bälle für den KJR: Der Landkreis Nürnberger Land spricht sich für Fairen Handel aus. Im Rahmen dieser Bestrebungen schenkt Landrat Armin Kroder uns 6 Fußbälle aus Fairer Produktion für den Lern- und Erfahrungsraum Edelweißhütte. Wir freuen uns! 

Kinderarbeit

Abschaffen geht auch nicht...

Kinderarbeit gehört zu den Dingen, die wir gesellschaftlich ablehnen. Aber dennoch kaufen wir ständig Produkte, die von Kindern gefertigt wurden. Und Tatsache ist, dass es ohne Kinderarbeit nicht geht. Viele Kinder müssen arbeiten um ihre Familien zu unterstützen, um sich etwas dazu zu verdienen. Und das ist okay, auch für die Kinder. Deswegen muss eine wichtige Unterscheidung getroffen werden zwischen ausbeuterischer und nicht ausbeuterischer Kinderarbeit. Ersteres kann und muss sofort abgeschafft werden. 

ProNats e.V. ist ein Verein, der eine Lobby für arbeitende Kinder stellt. Eine oft unbekannte, aber so wichtige globale Aufgabe. Informier dich hier

Die Kampagne "aktiv gegen Kinderarbeit" informiert über Kinderarbeit, Firmen und Marken.

In der Theorie ist alles da...Übereinkommen 182 der ILO (International Labour Organisation) von 1999. Die Praxis sind wir alle zusammen! 

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