Freistellungen

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Mittlerweile gibt es ein neues Freistellungsgesetz für Jugendleiter*innen. Arbeitnehmer*innen können sich zum Zweck der Jugendarbeit von ihrer beruflichen Tätigkeit freistellen lassen. Für Schüler*innen und Studierende gilt dieses Gesetz jedoch nicht. Sie müssen sich von ihrer Schulleitung befreien lassen. Das Kultusministerium steht derartigen Beurlaubungen grundsätzlich positiv gegenüber, solange keine schulischen Gründe dagegensprechen.

Mit der Neufassung des Gesetzes ist die Freistellung nicht mehr nur tageweise möglich, sondern auch für kürzere Zeiträume. Insgesamt kann pro Jahr für maximal zwölf Veranstaltungen eine Freistellung gewährt werden.

Den Antrag kann die Jugendorganisation, für dessen Angebot der/die Jugendleiter*in zum Einsatz kommt, selbstständig stellen. Das Antragsformular stellt der Bayerische Jugendring zur Verfügung. Früher war die Antragstellung nur auf Landesebene oder durch Bezirksjugendringe möglich. Der Antrag muss dem/der Arbeitgeber*in spätestens vier Wochen vor dem beantragten Zeitraum zugehen.

Wenn der/die Arbeitgeber*in den Antrag nicht spätestens zwei Wochen vor dem beantragten Zeitraum ablehnt, gilt dies als Bewilligung. Dies ist eine Neuerung gegenüber dem alten Gesetz und kommt den Arbeitnehmern*innen sehr entgegen. Einen Antrag kann der/die Arbeitgeber*in nur ablehnen, wenn dringende betriebliche Gründe entgegenstehen.

Weitere Infos sowie das Antragsformular sind auf der Internetseite des Bayerischen Jugendrings zu finden.

Gesetzesänderungen ab 01. April 2017 in Kraft